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Willkommen in der Welt des 3D-Drucks!

 

Hi,


Sie haben vor Kurzem Ihren ersten 3D-Drucker gekauft – vielleicht steht er sogar schon bei Ihnen zu Hause, direkt vor Ihnen – und Sie wissen gar nicht, wo Sie anfangen sollen?
 

Kein Problem, dafür sind wir da! Wir helfen gerne!

 

Der erste Schritt

 

Als Erstes würde ich mir natürlich die Anleitung suchen und nachschauen, wie ich den Drucker auspacke, aufbaue und kalibriere.
Wenn er dann so vor Ihnen steht, hätten wir schon fast die Hälfte geschafft. (ca. 5 min lesen😊)

Damit der 3D-Drucker auch ordentlich aufgebaut ist, sollten wir ihn in eine geschlossene Kabine stellen – am besten auf eine schwere Fliese als stabiles Fundament, mit Dämmstreifen auf der Unterseite, um Vibrationen und Schall zu reduzieren.

Bitte beim Drucken – bei PLA geht’s meist problemlos, bei anderen Materialien aber weniger – das Fenster gekippt lassen oder gleich einen Abluftschlauch installieren.

Alternativ kann auch ein Aktivkohlefilter eingebaut werden – allerdings sollte dieser etwa alle zwei Monate (je nach Größe) gewechselt werden.

 

Kleiner Crashkurs für Filamente

 

PLA

Das erste Material, mit dem fast jeder beginnt.
Es ist leicht zu drucken, außer der Boden Ihres Modells ist sehr groß und massiv – dann kann es sich unschön an den Ecken vom Boden ablösen.
PLA hält maximal 50–60 °C aus (also nichts fürs Armaturenbrett im Auto geeignet) und ist nicht UV-beständig – nach etwa einem Jahr kann es porös werden.
Dafür ist es biologisch abbaubar und ideal für den Einstieg.

PETG

Die nächste Stufe – viele probieren es als Zweites aus (mein Vorschlag: direkt damit anfangen).
Hält bis ca. 80 °C aus (Auto geht also klar), ist UV- und regenresistent (besonders gut für Vogelhäuser), aber nicht komplett wasserdicht – das hängt von den Druckparametern ab.
PETG kann manchmal leicht riechen, aber in einer geschlossenen Kabine ist das kaum ein Problem. Die gesamte Druckgeschwindigkeit sollte ebenfalls etwas reduziert werden.

 

ABS & ASA

Beide sind sich sehr ähnlich, ASA ist jedoch etwas besser.
Hauptmerkmale: stabiler, hitzebeständiger, ideal für kleine Zahnräder oder belastbare Teile.
Dafür langsamer zu drucken, mit mehr Geruchsentwicklung, und das Heizbett sollte mindestens 100 °C erreichen.

 

Weitere Filamente:
  • Carbon: hoher Düsenverschleiß – ggf. pro Material eine eigene Düse.

  • Glow: leuchtet im Dunkeln.

  • Wood: mit Holzfasern, für schöne natürliche Oberflächen.

  • TPU: flexibel und gummiartig.

  • Tricolor: besonders schön für Vasen und Deko.

  • ...

Wichtiger Hinweis!

 

Auch wenn es verlockend klingt – bitte keine Hundenäpfe oder Brotzeitdosen aus dem 3D-Drucker verwenden.
Durch das FDM-Druckverfahren sind solche Objekte nicht lebensmittelecht.
Ebenso bitte keine Figuren oder Kleinteile an Kinder geben – Verschluckungsgefahr!

Software & Modelle

 

Damit wir nun 3D-Modelle aus dem Internet drucken können, brauchen wir zuerst einen Slicer – also ein Programm, das die Druckdaten vorbereitet.

 

Am besten ist meist der hauseigene Slicer des Druckerherstellers, da dieser perfekt auf das Gerät abgestimmt ist.

Wenn der Drucker per WLAN oder USB mit dem PC und dem Slicer verbunden ist, sind wir ready für Online-Modelle.

 

Bekannte und kostenlose Portale:

Beide sind quasi das Google für 3D-Druck-Modelle – es gibt kaum etwas, das es dort nicht gibt.
Einfach ein Modell auswählen, die .stl-Datei herunterladen, im Slicer öffnen und Parameter einstellen.

Parameter & Feineinstellungen

 

Hier heißt es: Ausprobieren!
Jedes Filament und jede Marke reagiert etwas anders.
Manchmal muss man 10–20 °C höher oder niedriger gehen, selbst wenn es Slicer-Profile für PLA oder PETG gibt.

Mit etwas Glück klappt’s beim ersten Mal, aber meist muss man nachjustieren.
Am besten: Nozzle-Temperaturen etwas niedriger halten.
Klar, man kann zu anfang heißer drucken, aber auf Dauer verstopft die Düse schneller.
(Düsen kosten ca. 5–10 € und halten im Schnitt 1.000–2.000 Stunden, je nach Material – stabile Leistung, finde ich!)

 

Wichtige Slicer-Einstellungen:
  • Temperatur: passend zum Material

  • Walls: 2 oder 3

  • Infill: 10–15 % für Tests gerne mal 3% mit wall 1 ausprobieren.

  • Geschwindigkeit: Auch wenn Ihr Drucker mit 600 mm/s wirbt – reduzieren Sie auf 50–150 mm/s.
    Für perfekte Drucke gehe ich bei den ersten und letzten Schichten sogar auf 10–30 mm/s runter, je nachdem.

 

Vergleich:
Sie fahren ja auch nicht ständig 300 km/h mit Ihrem Auto – irgendwann klappert was. 😉

Lebensdauer & Pflege

 

Ein 3D-Drucker hält im Schnitt ca. 5.000 Stunden+.
Nach 1.000–2.000 Stunden treten erste Abnutzungen auf – Sensoren, Düsen etc.
Wenn Ihr Drucker lauter wird: Riemen und Schienen prüfen und generell öfters mal pflegen.

Feuchtigkeit & Lagerung

 

In jeder Filament Rolle ist ein Silica-Beutel – unbedingt aufheben!
Legen Sie es einfach in Ihre Druckkabine.
Die Luftfeuchtigkeit dort sollte unter 50 %, besser noch unter 30 % liegen.

Ein Filament-Trockner ist nur nötig, wenn Sie selten drucken (Rollen stehen länger) oder spezielle Materialien wie Carbon oder ASA verwenden.
Mein Drucker läuft fast nonstop mit PETG – ich brauche ihn so gut wie nie.

Werkzeuge & Utensilien

 

Zur Grundausstattung gehören:

  • 99,9 % Isopropanol

  • Kleine Seitenschneider / Zange

  • Mikrofasertuch

  • Messer

  • Feile oder Schleifpapier
     

Weitere nützliche Werkzeuge und Materialien für später:

  • Nozzle-Bürste

  • Nozzle-Poppler

  • Lange Pinzette

  • Zwei verschiedene Öle für Schienen und Gewindestangen

  • usw..

Alles rund um den 3D-Druck ist in unserem Onlineshop erhältlich – mit Top-Auswahl und persönlicher Beratung!

Fertig!

 

Jetzt haben Sie das Grundwissen, um sicher und erfolgreich in die Welt des 3D-Drucks zu starten.


Falls Sie noch weitere Fragen rund um das Thema 3D-Druck haben, fühlen Sie sich frei, mich einfach zu kontaktieren – die Kontaktdaten finden Sie unten in der Fußzeile.

 

Viel Spaß beim Drucken und Entdecken!

Ihr O.HA - Team
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🧩 Thingiverse: ReePlay Designs
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(Nicht alle Designs sind bereits online – wir holen das nach! Ein Follow da lassen lohnt sich 😉)
 

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